Molekulargenetische Tierartendifferenzierung

Was steckt wirklich in der Wurst?

Heute wollen wir mittels aRFLP-Methode klären, welche Tierart in einer Wurstprobe verarbeitet wurde.

Leider ist in einem Fleischprodukt nicht immer das enthalten, was auf der Verpackung steht. 2013 erschütterte der Pferdefleisch-Skandal die Verbraucher*innen in Europa. In zahlreichen Fertigprodukten, wie z. B. Lasagne wurde nicht deklariertes Pferdefleisch mittels DNA-Untersuchungen nachgewiesen. Die Kennzeichnung (Deklaration) ist durch umfassende Gesetze geregelt, welche die Kunden vor Gesundheitsrisiken (wie z. B. Allergien) und Betrug schützen sollen.

Geeignete DNA

Lebensmittelkontrollen überprüfen, ob die Gesetze eingehalten werden. Dafür werden Proben in Lebensmittellabors geschickt, wo diese mit Hilfe von molekulargenetischen Techniken untersucht werden. Benötigt man für diese Techniken DNA, so muss ein geeigneter DNA-Abschnitt ausgewählt werden. Bei der Tierartendifferenzierung werden zwei Anforderungen an den verwendeten DNA-Abschnitt gestellt:

  1. Zwischen den Arten gibt es Unterschiede in den Basenabfolgen
  2. Innerhalb einer Art gibt es keine Unterschiede in den Basenabfolgen

Schaue dir die Abbildungen und die grünen Info-Punkte an, um herauszufinden, welche DNA wir heute nutzen.

Die mitochondirale DNA (mtDNA) ist also innerhalb einer Art konstant und unterscheidet sich zwischen den Arten. Das erfüllt unsere Anforderungen. Sie ist somit für molekulargenetische Untersuchungen zur Tierartendifferenzierung geeignet.

Wir wollen aber nicht die gesamte mtDNA untersuchen. Uns reicht ein bestimmter Abschnitt. Sieh dir dafür die Abbildung an und klicke auf die grünen Info-Punkte.

Das Cytochrom-b-Gen (cytb) codiert für ein Protein, welches in der Atmungskette für die Weiterleitung von Elektronen zuständig ist. Die Funktion spielt für uns heute allerdings keine Rolle.

Beantworte nun das Quiz, bevor es weiter geht.

Geeignete DNAaRFLP-MethodeAblaufDNA-Extraktion PCR RestriktionsspaltungGel gießenGelelektrophoreseGel färben